vektor:linx - Über das Projekt

In Zeiten multipler Krisen – von ökologischen Katastrophen über soziale Ungleichheit bis hin zu globalen geopolitischen Kriegen und Spannungen – wächst die Sehnsucht nach einfachen Antworten. Gerade in komplexen gesellschaftlichen Umbruchphasen können autoritäre Strukturen und Erklärungsangebote attraktiv erscheinen – auch im linken politischen Spektrum. Diese Entwicklung birgt Gefahren: So zeigen sich in bestimmten linken Strömungen Tendenzen zu autoritärem Denken, zur Akzeptanz oder Ausübung politisch motivierter Gewalt sowie zu antisemitischen Weltdeutungen, oft in Verbindung mit einer verkürzten Kapitalismuskritik.

Das Projekt widmet sich diesen ambivalenten Phänomenen vordergründig im linken politischen Denken und Handeln. Im Zentrum steht eine differenzierte Analyse von autoritären Dynamiken, verschwörungsideologischen und antisemitischen Denkmustern und Phänomenen urbaner Gewalt. Angesprochen werden insbesondere Jugendliche sowie Lehrkräfte, Multiplikator*innen, Verwaltungsmitarbeitende und die Exekutive.
Ziel des Projekts ist es, ein kritisches Bewusstsein für autoritäre Tendenzen auch innerhalb der Linken zu fördern, ohne dabei emanzipatorische Zielsetzungen infrage zu stellen. Vielmehr soll herausgearbeitet werden, wie emanzipatorische Diskurse geführt werden können, ohne in autoritäre oder antiplurale Muster zu verfallen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Stärkung einer offenen, demokratischen Streitkultur, zur Verteidigung menschenrechtlicher Grundsätze und zur Weiterentwicklung progressiver Perspektiven und Praxen, die plural und inklusiv sind.


Geplant sind ab August 2025 u.a. Workshops, digitale Lerneinheiten sowie pädagogische Materialien, die sowohl in der politischen Bildung als auch in der Jugendarbeit Anwendung finden können.